Lieferant: Datenhaltungsebenen
Betroffen von Änderungen in den Einkaufsdaten einer Datenhaltungsebene im Lieferantenstamm können alle Artikelstammsätze und Einkaufsinfosätze sein, deren Daten auf diese Datenhaltungsebene durchfallen.
Eine Datenhaltungsebene ist durch folgende Elemente charakterisiert:
Lieferant
Einkaufsorganisation
Lieferantenteilsortiment (kann leer sein)
Betrieb (kann leer sein)
Die Startwerte für Einkaufsorganisation, Teilsortiment und Betrieb ergeben sich aus dem Artikelstammsatz und/oder Einkaufsinfosatz. Infolgedessen ergeben sich für eine Kombination Lieferant/Einkaufsorganisation grundsätzlich vier Datenhaltungsebenen:
Einkaufsorganisation / Teilsortiment / Betrieb
Einkaufsorganisation / Teilsortiment / –
Einkaufsorganisation / – / Betrieb
Einkaufsorganisation / – / –
Jeder Artikelstamm und jeder Einkaufsinfosatz fallen auf eine dieser Datenhaltungsebenen durch. Ausgehend von der spezifischsten Ebene versucht das System, eine mit den entsprechenden Daten belegte Datenhaltungsebene zu finden. Das System durchsucht Ebene für Ebene in der obengenannten Reihenfolge (Durchfall-Logik), bis entweder eine Datenhaltungsebene gefunden wurde oder die Einkaufsorganisationsebene erreicht ist.
Da die Datenhaltungsebene, die nur durch die Einkaufsorganisation charakterisiert ist, im System vorhanden sein muss, führt dadurch die Suche immer zu einem konkreten Ergebnis.
Ein Lieferantenstammsatz besteht aus den folgenden Datenhaltungsebenen:
Einkaufsorganisation | Lieferantenteilsortiment | Betrieb | Datenhaltungsebene |
|---|---|---|---|
0001 | 111111 | BED1 | DH1 |
0001 | 111111 | – | DH2 |
0001 | – | – | DH3 |
Ein Artikelstammsatz zu Betrieb BED1, dessen Artikel zum Teilsortiment 111111 zugeordnet ist, fällt auf Ebene DH1 durch.
Ein Artikelstammsatz zu einem anderen Betrieb als BED1, dessen Artikel zum Teilsortiment 111111 zugeordnet ist, fällt auf Ebene DH2 durch.
Ein Artikelstammsatz zu BED1, dessen Artikel zu einem anderen Teilsortiment als 111111 zugeordnet ist, fällt auf Ebene DH3 durch. Der Grund dafür liegt darin, dass es keine Datenhaltungsebene gibt, die allein durch den Betrieb gekennzeichnet ist.